24.01.2017

Rezension: Das Spiel des Grafen





Titel: Das Spiel des Grafen
Autor/in: Tanja Penninger
Seitenanzahl: 311 Seiten
Verlag: Dark Diamonds





Als Lisbettas Herrin und beste Freundin Marjan erfährt, dass sie bald an einen Grafen von hohem Stand verheiratet wird, ist ihre Freude zunächst einmal groß. Schon lange hat sich die Adelstochter ausgemalt, welch attraktivem Mann sie einst gehören wird. Aber bereits beim ersten Treffen zeigt sich, dass ihr zukünftiger Gemahl so gar nicht ihren Vorstellungen entspricht. Lediglich ihre Dienerin Lisbetta ist von dem mysteriösen Fremden fasziniert, der seine Abende lieber am Schachbrett als in Gesellschaft verbringt. Durch einen geheimen Ort erfährt sie mehr über die Vergangenheit des Grafen und entdeckt, dass magische Wesen nicht nur in Büchern zu finden sind. Doch das wird ihr bald zum Verhängnis. Denn ehe sie sich versieht, spielt Lisbetta die Hauptrolle in einem Meer aus Lügen, Intrigen und dunkler Gefühle…
Vorweg: Wer hier auf viel Fantasy hofft - wird enttäuscht, denn außer das ein paar mal ein Drache erwähnt wird, passiert nichts in dieser Richtung.

Durch den flotten und angenehmen Schreibstil bin ich sehr schnell in die Geschichte hinein gekommen. Erzählt wird die Geschichte aus Lisbetta's Sicht. Die Kapitel sind in einer sehr angenehmen Länge geschrieben und die Namen der Kapitel sind wunderschön gewählt worden und konnten bei mir direkt die Neugier wecken.

Man wird in eine düstere Welt voller Geheimnisse gezogen und verliert sich darin völlig, denn die Situationsbeschreibungen sind wirklich atemberaubend und fesselnd.

Die Geschichte fängt sehr langsam an und man wird auch in einem ruhigen Tempo an die jeweiligen Charaktere herangeführt. Marjan ist dem Grafen versprochen und weckte in mir eher einen negativen Eindruck, da sie doch sehr kindlich und naiv ist. Zum späteren Zeitpunkt sogar sehr egoistisch und "ich-bezogen", was mir überhaupt nicht gefiel und sie mir direkt noch unsympathischer gemacht hat. Lisbetta ihr "Dienstmädchen", aber zugleich auch beste Freundin war mir direkt sehr sympathisch und ich habe sie schnell ins Herz schließen können. Sie hat einfach das Herz am richtigen Fleck und riskiert für ihre Freundin sehr viel. Der Graf ist ein verschlossener, kaltherziger und teilweise bösartiger Mensch, aber je weiter man liest, desto eher konnte man erahnen warum er so geworden ist bzw. das er auch eine sehr einfühlsame Seite hat.

Die Charaktere finde ich wunderbar gelungen und sehr schön dargestellt, jeder hat gewisse Charakterzüge zugeordnet bekommen und diese kommen auch in den Erzählungen und Handlungen deutlich hervor.

Auch wenn die Geschichte sich langsam entwickelt, war ich die ganze Zeit gespannt wie sich das Verhältnis zwischen Wilhelm (Graf) und Lisbetta weiter entwickelt.

Interessant finde ich auch die Idee, das im Dorf so viele Morde passieren und man nicht weiß, wer dafür verantwortlich ist und wer diese durchführt, das gibt der Geschichte nochmal einen kleinen Pepp und lädt einem zum nachdenken ein.
Eine mitreißende Geschichte mit vielen Geheimnissen und düsteren Eigenschaften, ausgeschmückt mit charakterstarken Personen. Ein Buch was ich sogar morgens vor der Arbeit lesen musste, weil es mich so gefesselt hat.


1 Kommentare:

Marysol Fuega hat gesagt…

Ahoy Stefanie,

der erste Band um Lisbetta konnte mich total faszinieren... diese düstere Atmosphäre, fast wie bei Jane Eyre, die aufreizende Langsamkeit der Geschichte, die bösen Vorahnungen... Wow!

Mittlerweile habe ich den zweiten Band aber schon gelesen und wurde leider total enttäuscht :/ Ändert aber nix am Potential des ersten Bandes :)

Ich lass´ dann mal frech meinen Link da und wünsche ein schönes Wochenende, Mary <3

http://marys-buecherwelten.blogspot.de/2017/01/lisbetta-das-spiel-des-grafen.html

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