11.02.2017

Rezension: Edgewater House




Titel: Edgewater House
Autor/in: Courtney Sheinmel
Seitenanzahl: 336 Seien 
Verlag: dtv  Verlag 



 Von außen betrachtet führt Lorrie, 16, ein privilegiertes Leben: Sie hat ihr geliebtes Reitpferd Orion, besucht ein exklusives Internat und bewegt sich dort unter lauter reichen Mädchen. Doch hinter dieser Fassade sieht alles ganz anders aus: Ihr Zuhause, Edgewater House, ein ehemals herrschaftliches Anwesen, ist völlig heruntergekommen, ihre Familie lebt in einer Traumwelt und Lorrie versucht als Einzige verzweifelt, den Anschein von Normalität aufrechtzuerhalten. Doch dann bleiben eines Tages die monatlichen Zahlungen aus und Lorrie muss als Erstes ihr Pferd verkaufen. Bei ihren verzweifelten Nachforschungen kommt sie einem Familiengeheimnis auf die Spur, in dem ausgerechnet Charlie Copeland, der Junge, in den sie sich gerade verliebt hat, eine bedeutsame Rolle spielt.

Da mich das Cover und der Klappentext sehr neugierig gemacht hat, wusste ich: dieses Buch möchte ich sehr gerne lesen. Man sollte beachten das dies halt wirklich ein Jugendbuch ist wo folgende Themen eine Rolle spielen: Erste Liebe, Pferde und Freundschaft und genau so bewerte ich dieses Buch auch.

Der lockere und flüssige Schreibstil hat mich sehr schnell in den Bann gezogen, die Umgebungs- und Situationsbeschreibungen sind sehr ansprechend formuliert, aber auch nicht zu sehr in die Länge gezogen - einfach passend gelungen. 

Die Geschichte entwickelt sich für mich in einen sehr angenehmen Tempo, die Ereignisse überschlagen sich nicht und sind gut portioniert worden. Der Spannungsbogen fehlte hier und da mal, aber dies hinterlässt bei mir keinen negativen Eindruck.

Die Charaktere gefielen mir wirklich gut, sie sind sehr sympathisch und ausdrucksstark und ich habe mit ihnen mit gelitten, gehofft, geweint und gezittert. Die Beschreibungen der Autorin konnten mich fesseln und meine Emotionen aufwühlen, der Schreibstil ist super angenehm und ich bin wirklich positiv überrascht.

Auch wenn es eher ein Buch für das jüngere Publikum ist, konnte es mich dennoch überzeugen, denn auch das Familiengeheimnis ist der Autorin gelungen, ich habe erst sehr spät verstanden, worauf die Geschichte hinaus läuft. Mehr verrate ich dazu nicht, denn schließlich sollt ihr es selbst herausfinden bzw. euch überraschen lassen. 
Rundum ist es ein sehr gelungener Jugendroman, mit tollen Charakteren, der ersten Liebe und Geheimnissen. Wer eine schöne Geschichte für zwischendurch lesen möchte, dem lege ich dieses Buch ans Herz. 

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