24.03.2017

Autoreninterview: Alina Stoica

Alina Stoica

Wann hast du gemerkt, dass du Autorin werden möchtest?
Eigentlich erst, als ich die Zusage eines kleinen Verlags bekam. Das war 2010. Obwohl meine Leidenschaft fürs Schreiben bereits im Kindesalter entfacht ist, habe ich viele Jahre überhaupt nicht mit dem Gedanken gespielt, mit meinen Werken an die Öffentlichkeit zu gehen. Ich schrieb nur für mich, verarbeitete alltägliche Erlebnisse, die mich beschäftigten, in Kurzgeschichten und Gedichten. 2010 hat mein damaliger Chef mich dazu ermutigt, mich damit bei Verlagen oder Literaturzeitschriften zu bewerben. Ich habe seinen Rat befolgt und hatte Glück. In dem Moment, in dem ich mein erstes eigenes Buch in den Händen hielt, wusste ich, dieses fantastische Gefühl möchte ich öfter erleben. 

Welches Genre gefällt dir überhaupt nicht? Und warum?
Science Fiction. Weil ich lieber Geschichten mag, die einen Bezug zur Realität haben. Gerne auch mystisch angehaucht, aber eben so, dass man sich vorstellen kann, dass die Handlung sich so zugetragen hat oder zutragen könnte. Dystopien, futuristische Erzählungen, Protagonisten, die mit Raumschiffen von einem Planet zum anderen fliegen – das ist überhaupt nicht meins.



Wo Schreibst du am liebsten? 
An warmen Tagen schreibe ich am liebsten auf der Terrasse. Von dort aus habe ich einen atemberaubenden Ausblick über den Atlantik und die Küstenlandschaft. Den Wellen zu lauschen empfinde ich als sehr inspirierend. Im Winter oder bei schlechtem Wetter schreibe ich meistens im Bett. Auch aus dem Schlafzimmerfenster kann ich das Meer sehen und höre unter mir die Brandung toben; somit ist dies die perfekte Alternative für kühle und regnerische Tage.









Wie entstehen deine „Buchideen“?
Die Ideen zu meinen Büchern entstehen meist aus ganz alltäglichen Situationen. Ein unterhaltsames Gespräch, ein einschneidendes Erlebnis, eine schöne Landschaft – all das inspiriert mich zum Schreiben. Zunächst entsteht ein kleiner Funke, ein Impuls, eine Grundidee. Darauf wird der Plot aufgebaut, was bei mir meistens nachts oder im Morgengrauen geschieht. Obwohl ich eigentlich ein Tagschreiber bin, habe ich nachts die besseren Einfälle.

Gibt es eine/n Autor/in, der/die dich sehr inspiriert beim Schreiben?
Ich bin ein Riesenfan von Charlotte Link und habe alle ihre bisherigen Bücher verschlungen. Sie gehört zu meinen Vorbildern und ja, in gewisser Weise inspiriert sie mich auch. Ich bewundere nicht nur ihre genialen Ideen, sondern vor allem die gelungene Umsetzung sowie Charlottes fesselnden Schreibstil. 

Woran schreibst du momentan oder ist es ein Geheimnis?
Zurzeit stecke ich in den letzten Zügen meines aktuellen Projekts, dem nur noch wenige Kapitel fehlen. Es handelt sich um einen Mystery-Thriller, der in meiner Wahlheimat Portugal, in der Algarve, spielt.

Hast du ein persönliches Motto?
„Das Glück eines jeden Menschen liegt in der Beschaffenheit seiner Gedanken.“

_____________________________________________


Nun zu einer etwas anderen „Fragerunde“

Strand oder Berge?
Beides 

Hund oder Katze?
Hund

Fliegen oder Zaubern?
Zaubern

Rose oder Sonnenblume?
Rose

Landleben oder Stadtleben?
Landleben


Vielen lieben Dank für deine ausführlichen Antworten. 


1 Kommentare:

Anja hat gesagt…

Ganz tolles Interview. Ich kannte die Autorin bisher noch nicht, aber du hast mich neugierig gemacht, ich schau mir jetzt direkt mal ihre Bücher an. LG Anja und noch einen schönen Sonntag :)

Bild Bild ____________________ Bild