04.05.2017

Interview: Susanne Mischke

Susanne Mischke


Wann haben Sie gemerkt, dass Sie Autorin werden möchtest?
Eigentlich recht spät, Anfang 30. Obwohl ich schon als Kind immer gern geschrieben und gelesen habe. Aber Autorin als Beruf, das schien mir damals utopischer als Astronautin. 

Wie ist die Idee zu Ihrem aktuellen Buch  ›Don’t Kiss Ray‹ entstanden?
Mein Sohn hat mir vom Musikfestival »Fusion« vorgeschwärmt.

Haben Sie die Charaktere aus Ihrem aktuellen Roman frei erfunden oder haben Sie sich durch Ihr Umfeld inspirieren lassen?  
Die sind alle erfunden. 

Bekommen Ihre Charaktere »einfach so« ihre Namen oder steckt da eine Bedeutung hinter?
An Namen grüble ich manchmal ganz schön herum. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich die Figuren, deren Namen mir sofort einfallen, schon besser »kenne« als die, über deren Namen ich erst noch grübeln muss. Hier war mir »Ray« sofort klar, bei Jill musste ich ein wenig rumprobieren, aber es stand dann doch ziemlich schnell fest. 

Wie weit kennen Sie Ihre Geschichte, wenn Sie mit dem Schreiben beginnen? Wissen Sie zum Beispiel das Ende im Voraus?
Da ich sonst ja viele Krimis schreibe, kenne ich das Ende und den Täter. Hier war mir auch klar, dass es ein Happy-End werden sollte. 

Wie sieht der Arbeitsalltag eines Schriftstellers aus?
Ich versuche immer, so etwas wie eine Alltagsroutine aufzubauen, aber es gelingt nicht immer. Idealerweise gibt es mehrere »Schreibblöcke« am Tag, zwischen Hunde versorgen, kochen, essen, Haushalt etc. Manchmal frage ich mich selbst, wie ich es immer schaffe, das Manuskript pünktlich abzugeben. 

Wo schreiben Sie am liebsten?
Am Schreibtisch. Der kann auch mal für eine Weile in Italien stehen. Aber ich kann nicht im Zug schreiben oder im Hotel, ich brauche meine vertraute Umgebung. 

Was ist ihr persönliches Motto?
In Bezug auf meinen Job: Sei nicht langweilig!
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Nun zu einer etwas anderen Fragerunde

Schokolade oder Weingummi?

Weingummi. Manchmal auch Schokolade, aber Weingummi muss im Haus sein, und zwar muss er hart sein, weshalb ich immer die Tüten aufschneide. 

Sommer oder Winter?
Sommer!

Kaffee oder Tee?
Beides zu seiner Zeit. Aber mehr Kaffee

Zaubern oder lieber fliegen können?
zaubern

Apfel oder Orange?
Apfel

Blau oder Rot?
blau
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Und nun zu ein paar »was wäre wenn-Fragen...«

… wenn Sie plötzlich unsichtbar wären?
Das wird man mit zunehmendem  Alter sowieso ….

… wenn Sie auf eine eine geheimnisvolle Insel müssten und nur drei Dinge mitnehmen dürften?
Ein bequemes Bett, einen Koffer voller Bücher  – und Weingummis

... wenn Sie eine Wunderlampe finden und der Flaschengeist Ihnen drei Wünsche erfüllt?
Gesundheit, Reichtum und die sofortige Ausrottung der Dummheit

Erscheint am: 7. April 2017 im dtv Verlag 

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