06.07.2017

Autoreninterview: Stefanie Hasse



Wann hast du gemerkt, dass du Autorin werden möchtest?
Das war wohl, als sich die Gedanken zu den Kindern des Mondes (Darian & Victoria) einfach nicht mehr verdrängen ließen. Die Geschichte wollte erzählt werden.

Wie bist du auf die Idee zu deinem aktuellen Buch „Schicksalsbringer: Ich bin deine Bestimmung“ gekommen?
So oft wird das Wort „Schicksal“ verwendet. Beiläufig, als Ausrede oder Begründung. Daher habe ich mit der Idee gespielt, wenn auch das Schicksal – so wie die Liebe, der Krieg usw. in so vielen Büchern – auch ein Gesicht bekommen würde – und sogar nicht nur eins.

Bekommen deine Charaktere „einfach so“ ihre Namen oder steckt da eine Bedeutung hinter?
Das ist ganz unterschiedlich. Manche Figuren stellen sich wirklich sofort mit Namen vor. In Schicksalsbringer stellte sich der männliche Gegenpart von Kiera (die kam übrigens auch sofort mit Namen) sofort als Phoenix vor und es hat einfach gepasst. 
In anderen Fällen habe ich anfängliche Namen später, als ich die Figuren besser kennengelernt habe, auch schon umbenannt, weil ihre ersten kurzfristig ausgesuchten Namen einfach nicht zu ihnen gepasst haben.

Wie weit kennst du deine Geschichte, wenn du mit dem Schreiben beginnst? Weißt du zum Beispiel das Ende im voraus?
Das Ende kenne ich immer. Ein paar Meilensteine auf dem Weg dahin kenne ich auch, der Rest füllt sich (und teils ändern sich dadurch auch die bereits bekannten Wendepunkte und evtl. sogar das Ende und ich muss abwägen, ob ich wirklich den neuen Weg gehe oder meinen alten beibehalte).

Hörst du gerne Musik beim Schreiben? Wenn ja, welche?
Bei manchen Büchern brauche ich die Musik zur Einstimmung. Beispielsweise liefen bei Luca & Allegra gaaaanz viele Lovesongs im Hintergrund. Bei meinem aktuellen Manuskript wiederum gibt es einfach nicht die passende Musik, daher schreibe ich in der Regel ohne. Bei „Schicksalsbringer“ gab es eine total gemischte Playlist, die bald vom Verlag veröffentlicht wird.

Gibt es eine/n Autor/in, der/die dich sehr inspiriert beim Schreiben?
Direkt inspirieren vielleicht nicht, aber mich motivieren einige Autoren für das, was sie bei mir erreichen. Ich bin dahingehend beispielsweise von JL Armentrout inspiriert, weil sie für mich die knisternde Spannung zwischen zwei Figuren immer so absolut gelungen einfängt und darstellt. So will ich das auch haben und bemühe mich. Auch möchte ich, dass meine Bücher unerwartete Wendungen haben, wie beispielsweise bei S.J. Kincaid. So bin ich von einigen Autorinnen „inspiriert“, was ihre Wirkung beim Leser angeht.

Welchen Tipp kannst du all denen geben, die gerne ein Buch veröffentlichen würden?
Bringt es zu Ende. Das ist – insbesondere beim ersten Buch – das wohl schwierigste. Dann besorgt euch einen der vielen Ratgeber zur Dramaturgie und checkt euer Manuskript dahingehend ab. Das ist ein großer Überarbeitungsschritt und ihr seid eurem Ziel einen großen Schritt näher.

Du bist ja nicht nur Autorin, sondern führst zusammen mit deinem Ehemann einen erfolgreichen Buchblog - was hat euch bzw. dich damals dazu ermutigt?
Wir haben davor beide sehr viele Blogs gelesen, dort kommentiert und den Austausch sehr genossen. Den wollten wir auch für unsere eigenen gelesenen Bücher. Seither hat sich in der Szene einiges verändert, aber der Kontakt zu den Blogs von damals ist nach wie vor da.

Hast du dir schon mal etwas gewünscht, als du eine Sternschnuppe gesehen hast? Und ist es in Erfüllung gegangen?
Wer hat das nicht? Auch wenn die Wünsche nie in Erfüllung gegangen sind, erzähle ich meinen Kindern dasselbe: Dass man sich etwas wünschen kann, wenn man eine Sternschnuppe sieht – oder die Geburtstagskerzen auspustet. Es sind Träume – und wer die nicht mehr hat, hat doch auch keine Hoffnung mehr, oder?

Reist du gerne? Wenn ja, wohin möchtest du unbedingt und wieso?
Ich würde so gerne an so viele Orte reisen: New York, ein USA-Roadtrip und und und. Nur muss das leider warten, bis die Kinder größer sind. Die können einem Urlaub abseits von Strand und vielen Pools nichts abgewinnen.

Wie sieht dein persönlicher Alltag im Zusammenhang mit dem Schreiben aus?
Sobald die Kids aus dem Haus sind, öffne ich den Laptop, starte ggf. die Playlist zum Manuskript und überarbeite das zuletzt geschriebene Kapitel (erstens sind die groben Schnitzer dann schon mal raus und zweitens bin ich wieder absolut in der Story), ehe ich das, was ich mir für das nächste Kapitel vorgenommen habe, umzusetzen versuche. Wenn sich der Vormittag dem Ende neigt, notiere ich noch kurz auf dem Klemmbrett, was ich am nächsten Tag nicht vergessen darf.


Faulenzen oder lieber Sport?
Eigentlich Faulenzen, aber ab und zu Sport muss sein

Kaffee oder Tee?
Kaffee, ganz eindeutig. Obwohl ich beides trinke.

Berge oder Meer?
Meer. Ohne Ausnahme.

Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang?
Sonnenuntergang. Sie sind in der Regel viel schöner.

Rot oder Blau?
Rot

Schokolade oder Weingummi?
Schokolade

Pferd oder Esel?
Pferd


... wenn du eine Wunderlampe findest und der Flaschengeist dir drei Wünsche erfüllt?
Ich würde ihn für Notfälle behalten. Man kann ja nie wissen, wann man mal einen wichtigen Wunsch erfüllt haben muss.

... wenn du die Möglichkeit bekommst ins Weltall zu reisen?
Da würde ich sofort mitmachen. So ein Abenteuer kommt nie wieder – obwohl es mir vor dem Training  zuvor graut. 

... wenn du im Lotto gewinnen würdest?
Oh, ich würde all meinen Lieben ihre Wünsche erfüllen. Es wäre ein Traum!

Einige Bücher der Autorin: 

2 Kommentare:

Ruby Celtic hat gesagt…

Hey meine Liebe,

ein sehr schönes Interview und gerade die letzten Fragenvarianten finde ich immer wieder toll. ;)

Liebe Grüße,
Ruby

Mikka Liest hat gesagt…

Huhu!

Ein tolles Interview! Ein paar der Bücher der Autorin will ich eigentlich auch schon länger lesen...

Ich habe deinen Beitrag HIER für meine Kreuzfahrt durchs Meer der Buchblogs verlinkt!

LG,
Mikka

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